Landwirtschaft

Landwirtschaft

VERBIO versteht sich als Partner der regionalen Landwirtschaft. Wir beziehen nahezu 100% unserer Rohstoffe für die Bioethanol- und Biogasproduktion aus der Region um unsere Anlagen.

Angesichts der wachsenden weltweiten Nachfrage nach agrarischen Rohstoffen hat sich VERBIO auf diese Situation eingestellt.

Kooperationsmodelle mit der Landwirtschaft

Die Debatte über eine Flächenkonkurrenz zwischen Energiepflanzen und Nahrungsmitteln halten wir für überzogen. Unser Leitspruch lautet: Erst der Teller – dann der Tank! Dies ist auch der Grund, weshalb wir unsere Vertragsbauern ermuntern, Energiepflanzen auf geeigneten Grünlandflächen anzubauen. Also auf Flächen, die grundsätzlich für die Nahrungsmittelproduktion nicht nutzbar sind. So schaffen wir für viele Landwirte neben dem konventionellen Anbau von Getreide eine attraktive Vermarktungsalternative.

Diese Alternative sichert unseren Vertragslandwirten ein über viele Jahre hinweg stabiles Zusatzeinkommen, das keinen saisonalen Schwankungen unterliegt. Der Landwirt entscheidet, was auf seinen Flächen ökologisch und ökonomisch sinnvoll angebaut werden kann.

 

CO2-effiziente Landwirtschaft

Ein weiterer Ansatzpunkt für die Steigerung der Gesamt-CO2-Bilanz unserer Biokraftstoffe ist die sogenannte „Farmers Education“. Darunter entwickeln wir Maßnahmen und Konzepte, um den Landwirt auf eine CO2-arme Bewirtschaftung seiner Agrarflächen auszubilden. Das betrifft die gesamte Kette vom Ausbringen der Saat über die Düngung bis hin zur Ernte. Neben der bisherigen Fokussierung auf eine hohe Qualität der Rohstoffe wird der Aspekt der CO2-optimierten Landwirtschaft in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen. Insbesondere der Aspekt, dass die Landwirte den biologischen Flüssigdünger Amoniumsulfatlösung (ASL) aus unserer Bioraffinerie einsetzen, hilft, den Kreislauf zur Landwirtschaft zu schließen und ein hohes Maß an Nachhaltigkeit zu ermöglichen.

Partner der Landwirtschaft

Seit 2010 arbeitet VERBIO mit den regionalen Landesbauernverbänden zusammen. Gemeinsam werden Rahmenbedingungen für den Ethanol-Roggenanbau geschlossen. In Teilen Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Sachsens und Mecklenburg-Vorpommerns gibt es schwache Böden, auf denen Roggen bessere Erträge als andere Getreidearten realisiert. VERBIO fragt genau diesen Roggen nach, um daraus Bioethanol zu gewinnen.

Insbesondere die Situation nach der Ernte 2009, mit niedrigen Preisen und einem ungewissen Roggenabsatz, als auch die schlechte Ernte 2010 haben gezeigt, dass die Verträge für die Landwirte neben der vorrangigen Lebensmittelproduktion ein sehr wichtiges wirtschaftliches Standbein sind. Die Anbauverträge sind nicht nur eine Absatzgarantie, sie geben den Landwirten die Chance, insbesondere minderwertige Getreidequalitäten, die nicht als Nahrungs- oder Futtermittel geeignet sind, an VERBIO zu verkaufen.

Die Verträge garantieren den Landwirten bereits vor der Ernte, dass wir alle Qualitäten abnehmen zu einem fixen Abnahmepreis plus einen Aufschlag für nachhaltig zertifizierte Ware. Wenn sich der Bioethanolpreis positiv entwickelt, partizipieren die Landwirte durch einen zusätzlichen Ethanolaufschlag.