Ausgangsstoff für die Herstellung von Biodiesel gemäß der europäischen Norm DIN EN 14214 ist Pflanzenöl. In unseren Anlagen setzen wir hauptsächlich nachhaltig zertifiziertes europäisches Rapsöl und Fettsäuren, ausschließlich aus der Biodieselherstellung sowie der Pflanzenölraffination, ein.
Jedoch ist Biodiesel mehr als ein Pflanzenöl: Erst durch die Weiterverarbeitung wird das Pflanzenöl den Anforderungen der modernen Antriebstechnologie gerecht. Der Prozess zur Umesterung des Pflanzenöls basiert auf einem Verfahren, das vom VERBIO Mitgründer und heutigen Aufsichtsrat Dr.-Ing. Georg Pollert mitentwickelt wurde. Heute setzen wir es in unseren Biodieselwerken ein. Dabei wird Pflanzenöl und Methanol mit Hilfe eines Katalysators zu Fettsäuremethylester (FAME) und Glycerin umgeestert. Der Produktionsprozess beruht auf chemischen und physikalischen Verfahrensschritten.
Das nachhaltig erzeugte Rapsöl beziehen wir über Ölmühlen. Im ersten Arbeitsschritt wird es raffiniert. Das bedeutet, störende Begleitstoffe, wie beispielsweise freie Fettsäuren, werden entfernt. Als Ergebnis bleibt das Raffinat. Dieses wird in die Umesterungsanlage geleitet. Durch die Zugabe von Methanol und eines Katalysators wird das Pflanzenöl in der Umesterungsanlage zu Methylester und Glycerin umgewandelt.
Neben den Umesterungsanlagen werden noch zwei Veresterungsanlagen betrieben. In diesen werden Fettsäuren aus der Biodieselherstellung sowie der Pflanzenölraffination zu Biodiesel umgewandelt. Die korrekte chemische Bezeichnung für unseren Kraftstoff ist Fettsäuremethylester. Unter dem Produktnamen Biodiesel gelangt der Biokraftstoff per Pipeline oder LKW zu unseren Kunden.
Hauptabnehmer sind die Mineral-ölkonzerne, die ihrem Diesel bis zu 7% Biodiesel (B7) beimischen. In diesem Verhältnis können laut Herstelleraussagen alle Motoren Biodiesel problemlos vertragen. Daneben wird Biodiesel aber auch als Reinkraftstoff (B100) vermarktet. Abnehmer sind hier vor allem Speditionen und Fuhrparkbetreiber.