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verbioethanol

Bioethanol ist chemisch gesehen ein Alkohol, der durch die Fermentation von zucker- und stärkehaltigen Rohstoffen erzeugt wird. Mit Alkohol fahren ist keine neue Idee. Bereits 1860 setzte Nikolaus August Otto Ethanol als Kraftstoff in den Prototypen seines Verbrennungsmotors ein.

verbioethanol wird zu 95 % aus Roggen, Triticale oder Mais hergestellt. Das Getreide wird von regionalen Partnern rund um die Produktionsanlagen in Zörbig und Schwedt bezogen. Aus dem Korn der Ganzpflanze wird Ethanol produziert, aus dem Reststoff Schlempe und aus dem Stroh entstehen Biomethan und Biodünger. Durch diese Verarbeitung steigt die Energieausbeute pro Hektar landwirtschaftlicher Fläche um 50 % und die heimische Landwirtschaft wird wiederum gestärkt. Dabei werden gegenüber Benzin bis zu 80 % CO2 Emissionen eingespart.

Ethanol-Kraftstoffe werden heute weltweit als biogene Energieträger in Verbrennungsmotoren eingesetzt. Insbesondere der Einsatz als Benzinersatz bzw. Beimischung in Kraftfahrzeugen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. In Brasilien fahren viele Kraftfahrzeuge schon mit 85 % Bioethanolanteil im Benzin, teilweise sogar zu 100 %. In Deutschland wird seit Anfang 2011 die Kraftstoffsorte E10 mit bis zu 10 % Bioethanol an Tankstellen angeboten. Bis dahin wurden Superkraftstoffe mit einem Anteil von 5 % Ethanol (E5) angeboten.


Herstellung von verbioethanol

Die Produktion von verbioethanol beginnt mit der Reinigung, dem Sieben und Mahlen der Getreidekörner - der sogenannten Vermahlung.

Der nächste Arbeitsschritt ist die Anmaischung, wobei Mehl mit Wasser im idealen Verhältnis vermischt wird. Der Mischung werden anschließend Enzyme beigegeben. So entsteht die Maische.

Daran schließt sich das Kaltmaischverfahren an. Dies ist ein energiesparendes Produktionsverfahren, bei dem die Maische auf etwas erhöhte Temperatur erwärmt wird. Mit Hilfe eines speziellen Enzymgemisches wird die Stärke im Getreide aufgeschlossen.

Im Prozess der Fermentation entsteht schließlich durch die Zugabe von Hefe Alkohol. Durch die abschließende Destillation/Absolutierung wird der Alkoholgehalt auf 99,8% erhöht, wodurch Bioethanol als Endprodukt entsteht.

Wichtigster Abnehmer ist die Mineralölindustrie. Sie verarbeitet das Bioethanol in ihren Raffinerien zu Kraftstoffadditiven (ETBE oder TAEE) für Ottokraftstoffe oder mischt es in Form von E5 (bis zu 5% Bioethanol im Benzin) und E10 (bis zu 10% Bioethanol im Benzin) dem fossilen Kraftstoff  bei.

Laut der Norm DIN EN 228 darf Benzin ohne besondere Kennzeichnung bis zu 5% Bioethanol enthalten. Seit Anfang 2011 wird die neue Kraftstoffsorte E10 an Tankstellen in Deutschland angeboten. Eine weitere Vermarktungsmöglichkeit stellt die Kraftstoffmischung E85 dar, welche einen 85%igen Ethanolanteil enthält.

Beim Produktionsprozess von Bioethanol fällt kontinuierlich alkoholfreie Maische an, die sogenannte Schlempe. Sie enthält noch wertvolle Getreideanteile und wurde lange Zeit als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Seit 2010 ist VERBIO in der Lage, die anfallende Schlempe in seiner einzigartigen Bioraffinerie zu Biogas und Biodünger zu veredeln. Dadurch erreicht VERBIO eine doppelte Ausnutzung des eingesetzten Rohstoffs, aus dem 90% in Energie in Form von Bioethanol und Biogas umgewandelt wird. Der Rest geht als hochwertiger Biodünger (Amoniumsulfatlösung, kurz ASL) und flüssiger Gärrest (NPK) in den Kreislauf der Landwirtschaft zurück.

Ihr Ansprechpartner

Peter Johne
Vertrieb / Handel

Verbio SE
T: +49 341 308530-0
E-Mail: vertrieb@verbio.de