Leipzig, 6. August 2025 – Auf Basis vorläufiger Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte Verbio ein vorläufiges Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund EUR 14 Mio. Dieser Wert liegt unter der zuletzt kommunizierten Prognose: Der Vorstand erwartete ein EBITDA-Ergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich, welches er mit der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen auf das untere Ende der Bandbreite konkretisierte.
Vor Sondereffekten erzielte Verbio ein vorläufiges EBITDA von etwa EUR 31 Mio. In den Sondereffekten sind im Wesentlichen Wertberichtigungen des Vorratsvermögens im Zusammenhang mit dem Ausbleiben einer kurzfristigen signifikanten Erholung der THG-Quotenpreise zum Bewertungsstichtag enthalten.
Zudem wurde im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses ein nicht zahlungswirksamer Wertminderungsbedarf in Höhe von etwa EUR 66 Mio. auf langfristige Vermögenswerte in der Konzernbilanz ermittelt, vorbehaltlich der noch ausstehenden Prüfung des Konzernabschlusses. Die Wertminderung betrifft die Strohbiomethan-Anlage in Iowa/USA sowie weitere Kleinprojekte. Die vollständige Wertminderung der Strohbiomethan-Anlage resultiert hauptsächlich aus einem reduzierten kurz- bis mittelfristigen Ertragspotenzial infolge veränderter externer Marktbedingungen für zellulosebasierte Kraftstoffe in Verbindung mit einer Überschreitung der geplanten Investitionsausgaben während der COVID-19-Pandemie.
Verbios Biomethan auf Basis von Schlempe ist kein zellulosebasierter Kraftstoff und nicht von diesen ungünstigen Marktverhältnissen betroffen. Das Produkt profitiert von höherer Wirtschaftlichkeit dank kombinierter Ethanol- und Biomethan-Technologie, attraktiveren Rohstoffkosten und dadurch den Zugang zu anderen Marktsegmenten mit spezifischer Nachfrage- und Preisstruktur. Für die Strohbiomethananlage in Iowa prüft Verbio derzeit den erweiterten Einsatz von Getreideschlempe sowie alternativer Roh- und Reststoffe aus Industrie und Landwirtschaft.
Die Nettofinanzverschuldung lag zum 30.06.2025 bei etwa EUR 164 Mio. und damit im Rahmen der Erwartung von max. EUR 190 Mio. Mit einer vorläufigen Eigenkapitalquote von knapp 60 % zum Geschäftsjahresende bleibt die Bilanz stabil.